Im CCF-Besucherzentrum in der Nähe von Otjiwarongo erfahren die Besucher viel Wissenswertes über Geparde, ihren Lebensraum, die Bedrohungen und Schutzbemühungen. Dazu können sie Geparde in unmittelbarer Nähe erleben, die in weitläufigen Gehegen leben und aus den verschiedensten Gründen leider nicht mehr freigelassen werden können. Sie sind Geparden-Botschafter und werben für den Schutz dieser vom Aussterben bedrohten Art. Ein Abstecher von Otjiwarongo zur CCF-Farm ist ein schöner und interessanter Ausflug, der sich lohnt.
Das moderne Besucherzentrum mit Museum bringt Besuchern und Studenten vieles über das Verhalten und die Biologie der Geparde näher. Ebenso erfährt man Wissenswertes über das namibische Ökosystem, das die weltweit größte, noch verbliebene Population dieser bedrohten Katzenart beherbergt. Hervorragende Grafiken und interaktive Schaustücke führen den Besucher durch die gemeinsame Geschichte der Menschen und Geparde von prähistorischen Zeiten bis in die Gegenwart. So erfährt man auch, wie ihr Lebensraum und ihre Anzahl schrumpft.
An anderer Stelle werden die Verwandtschaftsverhältnisse der Geparde mit anderen Katzen erläutert, ihre Gemeinsamkeiten sowie ihre Unterschiede. Es wird auch erklärt, wie ihr Körperbau an ihre enorme Schnelligkeit bei der Jagd angepasst ist und man kann den Lebenszyklus vom Kätzchen zur ausgewachsenen Katze nachvollziehen. Ein lebensgroßer “play-tree” (Markierungsbaum) zeigt, wie wichtig diese Bäume als Informationszentrale im Gepardenterritorium sind.
Im Besucherzentrum werden auch weitere Naturschutzaktivitäten und Arbeiten, die der CCF mit Unterstützung der AGA durchführt, vorgestellt. Wie leben die Geparde in einem Ökosystem mit ihren Beutetieren zusammen und wie können Farmer Geparde auf ihrem Land dulden, ohne dass diese eine Gefahr für ihr Vieh darstellen? Der CCF hat hier grundlegende Arbeiten auf dem Gebiet der “nicht tödlichen Raubtierkontrolle” geleistet. Im Jahr 1994 wurde erfolgreich ein Herdenschutzhunde-Zuchtprogramm gestartet. Die Herdenschutzhunde werden an Farmer abgegeben, um ihre freilaufenden Ziegen- und Schafherden zu bewachen und zu beschützen. Die AGA vergibt Patenschaften zur Unterstützung des Herdenschutzhunde-Programms. Der Zukunftsraum des Besucherzentrums zeigt schließlich, wie wichtig weitere Forschungen und Bemühungen sind, damit Mensch und Natur zusammen leben können.
Das Besucherzentrum hat einen großen Raum für Vorträge, eine große, überdachte Terrasse mit daneben liegendem “Raubtierspielplatz” für die Kinder und einen Geschenkeladen. Außerdem befinden sich neben dem Besucherzentrum auch eine Tierklinik, ein naturwissenschaftliches Forschungslabor und Büroräume auf dem Farmgelände des CCF.
Allgemeine Informationen
Besondere Aktivitäten
Beobachten Sie den “Cheetah Run”, gehen Sie auf Gepardensafari oder treffen Sie einen der Geparden-Botschafter. Weitere Informationen zu diesen und anderen Aktivitäten am CCF-Besucherzentrum finden Sie auf der Internetseite des CCF.
Anfahrt
Die CCF-Farm und das Besucherzentrum liegen 44 Kilometer von Otjiwarogo entfernt an der D2440. (Wenn Sie nach Norden Richtung Etosha Nationalpark fahren, sehen Sie am Ortsausgang von Otjiwarongo links ein braunes CCF-Schild. Biegen Sie hier rechts ab und folgen Sie der Straße D2440 bis zum CCF. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten).
Vom CCF sind es jeweils ca. 3,5 Stunden Autofahrt nach Windhoek und zum Namutoni Eingang des Etosha Nationalparks. Bis zum Okakuejo Eingang des Etosha Parks sind es 2,5 Stunden.
Die Koordinaten für Ihr GPS-Gerät:
20 28’ 46.8’’ südlicher Breite
17 03’ 03.0’’ östlicher Länge
Bitte achten Sie bei Ihrer Reise in Namibia auch beim Kauf von Souvenirs auf den Artenschutz. Informationen dazu finden Sie im AGA-Souvenirratgeber.