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Mit freundlicher Unterstützung des Bund Deutscher Tierfreunde e.V.
in Kooperation mit: Hellenic Ornithological Society

SCHUTZPROJEKT „CHAMAELEO”

Der Lebensraum der letzten Basiliskenchamäleons (Chamaeleo africanus) im Süden Griechenlands ist von einzigartiger Schönheit und außerdem wertvoller Brut-, Rast- und Überwinterungsplatz für über 280 Vogelarten. An den umliegenden Stränden nisten Meeresschildkröten. Im Gebiet leben außerdem unzählige weitere, teilweise stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten, deren letzte Rückzugsgebiete immer mehr dem Massentourismus weichen müssen. 

1996 wurde der schweizer Biologe Andrea Bonetti auf die kleine Chamäleon Population aufmerksam und studierte diese Art. 1997 gründete er gemeinsam mit einer lokalen Organisation das dringend notwendige Projekt zum Schutz dieses Reptils. Benny Trapp, Portrait- und Naturfotograf aus Deutschland, seit Jahren im Naturschutz aktiv, wurde vor einigen Jahren mit der Projektleitung betraut.

Das Gebiet, das es zu schützen gilt, ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete im Süden Griechenlands. Unentbehrlich für Tausende von Zugvögeln, die in den angrenzenden fischreichen Gewässern rasten und überwintern. In diesem Gebiet wurden über 30 Amphibien- und Reptilienarten registriert, die nach europäischem Recht unter strengem Schutz stehen. Dieses Habitat ist gleichzeitig einziger Lebensraum und Eiablageplatz des Basiliskenchamäleons auf dem europäischen Kontinent.

Etwa 95% dieser Chamäleons leben heute nur noch auf dem kleinen, 25 ha umfassenden Landstreifen. Glaubhaften Angaben der Anwohner zufolge erstreckte sich das Vorkommen der Art ursprünglich viel weiter, etwa 6 km in südliche Richtung, und mehr als 15 km in Richtung Norden. Es ist davon auszugehen, dass maschinelle Landwirtschaft und Bebauung des Umlands ihren Lebensraum auf dieses kleine, heute noch existierende Areal schrumpfen ließ. Zusätzlich bedrohen Terrarianer, durch das Absammeln der Tiere für die Haltung in Gefangenschaft, die Restpopulation. Das ist auch der Grund, warum der genaue Fundort dieser Tiere hier nicht genannt wird.

Die stärksten Bedrohungen für die Chamäleons sind:

  • Tourismus entlang der Nistbereiche, der extreme Störung für nistende Chamäleons und die Zerstörung der Eiablageplätze bedeutet,
  • Straßentod,
  • Fang der Tiere für die Haltung in Gefangenschaft (Terraristik),
  • illegale Nutzung der Schutzfläche als Vieh- und Weideland,
  • übermäßiger Feindbesatz durch Hund, Katze, Ratte, Fuchs und Marder, die durch den Abfall der Badegäste angezogen werden,
  • Einsatz von Insektiziden zur Bekämpfung der Stechmücken.

Ziele des Projektes:

  • Renaturierung der durch Wohnmobile zerstörten Nistplätze
  • Überwachung der Population und des Gebietes gegen Störfaktoren
  • Zusammenarbeit mit der griechischen Regierung, um den
     gesetzlichen Schutz des Afrikanischen Chamäleons zu erreichen
  • Grundlagenforschung an der Spezies, Schutz der Nistplätze

In Planung:

  • Informationszentrum, Gehege zur Aufnahme aller verletzten Tiere
  • Einzäunung der Kerngebiete (oft liegen Badetouristen direkt auf den wenigen Gelegen).
  • Ganzjährige Bewachung und Koordination durch einen hauptberuflichen Naturschutzwart

Um die Eiablageplätze der Chamäleons und anderer gefährdeter Arten zu sichern, wurden Steine und Baumaterial aufgeschüttet, damit die Zufahrt der Fahrzeuge, durch die Sanddünen zum Strand, unterbunden wird. Die zerstörten Bereiche hinter den Absperrungen wurden durch Renaturierungsmaßnahmen wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Diese Arbeiten werden in jeder Saison fortgeführt. Zusätzliche Hinweisschilder machen die Touristen darauf aufmerksam, dass es sich um ein Schutzgebiet handelt.

Helfen Sie uns, dieses einmalige und so wichtige Nistgebiet des Basiliskenchamäleons zu retten! 

Unterstützen Sie uns mit einer  Spende. 

Werden Sie Projektpate oder verschenken Sie eine Schutzurkunde oder Geschenkpatenschaft.

 

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Basiliskenchamäleon Chamaeleo africanus
Europ. Laubfrosch Hyla arborea
Europ. Hornnatter Vipera ammodytes
Europ. Halbfingergecko Hemidactilus turcicus
Sicherung des Schutzgebietes
Straßentod durch Fahrzeuge
Schutz der Nester
Schlüpfling
Siesta

Bilder © Benny Trapp