SCHUTZPROJEKT "HELMKASUARE"

Helmkasuare nach Zyklon Yasi bedroht 

Der Helmkasuar (Casuarius casuarius) zählt zu den eindrucksvollsten Tieren Australiens, aber er wird immer seltener. Sein Lebensraum schwindet und wird durch Straßen und Siedlungen zerschnitten. Nach dem Zyklon Yasi, der Anfang Februar 2011 die Nordostküste Australiens schwer verwüstete, hat sich die Situation für den zweitgrößten Vogel dieses Kontinents dramatisch verschlechtert. Zu den durch den Zyklon am heftigsten betroffenen Gebieten gehört der Ort Mission Beach, der zwischen Cairns und Townsville liegt. Dort hat der Zyklon auch den Regenwald und damit den Lebensraum der dortigen Helmkasuare zerstört. 

Der große Regenwaldvogel ernährt sich von den Früchten der heimischen Bäume, zu deren Verbreitung der Vogel maßgeblich beiträgt. In den ersten Tagen nach Yasi war der Tisch für die Helmkasuare reichlich gedeckt, denn der Waldboden war übersät mit Früchten der umgestürzten Bäume. Doch nun schwindet die Nahrungsgrundlage der ohnehin vom Aussterben bedrohten Helmkasuare. 

Die AGA beteiligt sich zusammen mit ihrer australischen Partnerorganisation Foundation for National Parks and Wildlife (FNPW) an einer dringenden Rettungsaktion für die Helmkasuare in den von Zyklon Yasi betroffenen Gebieten. 

Aktuelle Schätzungen gehen von weniger als 1.000 Helmkasuaren aus, die in den Regenwälder von Australien leben. Die größte Bedrohung der Laufvögel geht vom Verlust ihres Lebensraumes aus. Durch zusätzliche Naturkatastrophen, wie den Zyklon Yasi, können die Bestände dramatisch dezimiert und ihr Überleben in der Wildnis ernsthaft gefährdet werden. Dies zeigte sich bereits 2006 als die Gegend von Zyklon Larry heimgesucht wurde. Ein großer Teil der Population an Helmkasuaren um Mission Beach starb in den Monaten nach dem Zyklon. Viele der Laufvögel sind verhungert oder wurden auf der Suche nach Futter Opfer im Straßenverkehr und von Angriffen durch Hunde. Auf der Suche nach Futter haben die flugunfähigen Vögel ihr Waldgebiet verlassen und sind bis in die Siedlungsgebiete vorgedrungen. 

Aus diesem Grund ist nun schnelle Hilfe besonders wichtig. Um das Überleben der Helmkasuare nach Zyklon Yasi in der Region um Mission Beach zu sichern, unterstützt die AGA die Einrichtung von Futterstellen im zerstörten Waldgebiet. An abgelegenen Orten in ihrem natürlichen Lebensraum werden die Tiere solange versorgt, bis der Regenwald sich wieder erholt hat und den Tieren ausreichend Nahrung bietet. Hierzu trägt der Helmkasuar auch selber bei, denn Wissenschaftler gehen davon aus, dass von den etwa 150 verschiedenen Früchten, die auf dem Speisezettel der Helmkasuare stehen, etwa 70-100 Pflanzen bei der Verbreitung ihrer Samen direkt von den Vögeln abhängig sind. Ersten Schätzungen zufolge können bis zu 18 Monate vergehen, bis sich die betroffenen Regenwaldgebiete soweit erholt haben, so dass alle wildlebenden Tiere ausreichend Nahrung finden. 

Bitte unterstützen Sie unsere Rettungsaktion für die bedrohten Helmkasuare in der Region um Mission Beach und helfen Sie uns, die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum mit ausreichend Futter zu versorgen. 

Zusätzlich zur Einrichtung von Futterstellen unterstützt die AGA Baumpflanzaktionen, um den Lebensraum der Helmkasuare auf gerodeten Flächen wieder aufzuforsten und einzelne Gebiete mit sogenannten grünen Korridoren zu verbinden. 

Helfen Sie uns bitte mit Ihrer Spende.

Vielen Dank für Ihre wertvolle Unterstützung!

Pressemitteilung

18.02.2011

Helmkasuare nach Zyklon Yasi bedroht!


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Helmkasuar mit Küken

© FNPW, Liz Gallie