SCHUTZPROJEKT „CHAMAELEO”

Ein Projekt zum Schutz des Basilisken- oder Afrikanischen Chamäleons (Chamaeleo africanus) in Griechenland

Saison 2008

Ein Projekt zum Schutz des Basilisken- oder Afrikanischen Chamäleons (Chamaeleo africanus) in Griechenland

Saison 2008

Bereits zu Beginn der diesjährigern Nistsaison im August 2008 konnte ein erneuter Einbruch der Chamäleon-Population festgestellt werden. Eine Bestandzählung bestätigte erste Befürchtungen und ergab eine Gesamtzahl von nur knapp 80 ausgewachsenen Tieren.

Die Ursache für den drastischen Einbruch der Bestandszahlen ist vor allem in dem anhaltenden, kalten Winter 2007/2008 zu suchen, bei dem es auch an mehreren Tagenzu Frost mit Temperaturen unter - 4°C gekommen war. Solche Winter sind zwar selten, kommen aber alle paar Jahre immer wieder vor.

Eröffnung eines Informationszentrums

Nach vielen Jahren der Planung konnte nun endlich das alte Pumphaus am Rande der Lagune in ein Informationszentrum ausgebaut und eröffnet werden. Die Nutzung der oberen Etagen des Gebäudes als Büro- und Arbeitsraum ist bereits in Vorbereitung und in den hinteren Räumlichkeiten wurde eine Werkstatt eingerichtet. Für die Stromversorgung sollen noch in diesem Jahr Solarmodule auf dem Dach angebracht werden.

Straßenverkehr fordert weitere Opfer-kleine Erfolge bei Verkehrsberuhigung lassen hoffen

Trotz der geringen Gesamtanzahl ausgewachsener Tiere, wurden auch in dieser Saison bereits einige überfahrene Chamäleons auf der Straße aufgefunden. Die Gesamtanzahl

der Verluste durch den Straßenverkehr beläuft sich gegen-wärtig auf acht Individuen, was annähernd 10% der geschätzten Gesamtpopulation entspricht. Diese drastische Einbuße verdeutlicht die Notwendigkeit der Umsetzung von Verkehrsberuhigungsmaßnamen. Hier konnten erste Erfolge erreicht werden.

Der seit letztem Jahr amtierende Bürgermeister konnte schon nach ersten Gesprächen von der Dringlichkeit der folgenden Maßnahme überzeugt werden. Ein für hiesige Verhältnisse gewagter Schritt, der in den vorherigen Jahren stets vergebens gefordert wurde.

Zum Schutz von Mensch und Tieren wurden insgesamt neun geschwindigkeitsregulierende Bodenwellen asphaltiert, die den Verkehr auf der durch das Gebiet der Chamäleons führenden Straße deutlich beruhigt haben. Geschwindigkeiten von über 120 km/h, wie sie in den vergangen Jahren nicht selten gefahren wurden, sind nun nicht mehr möglich.

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Chamaeleo africanus
Chamäleon beim Nestbau
Das alte Pumphaus...
... ist jetzt ein Informationszentrum
Informationszentrum
Straßentod durch Fahrzeuge
Straßenpoller zur Verkehrsberuhigung

Bilder © Benny Trapp