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| "ARTENSCHUTZ"
Nach Schätzungen namhafter amerikanischer Biologen sterben heute jedes Jahr zwischen 14.000 und 25.000 (teilweise sind die Schätzungen wesentlich höher) Tier- und Pflanzenarten aus. Das entspricht 40 bis 70 Arten täglich. Die vom Menschen verursachte Sterberate - durch die Zerstörung von Lebensräumen, Jagd und die Einfuhr von Fremdarten - liegt 1.000 bis 10.0000 mal über der natürlichen Aussterberate.
Anmerkung: Angaben über Sterberaten unterliegen großen Schwankungen, da selbst über genaue Artenzahlen noch große Ungewissheit herrscht. Trotzdem sind die erheblichen Einflüsse menschlicher Aktivitäten auf die Ökosysteme durchweg anerkannt und besorgniserregend.
Diese Entwicklung hat unabsehbare Folgen für die jeweiligen Ökosysteme und führt schließlich zur Zerstörung der Lebensgrundlagen des Menschen. Deshalb setzt sich die AgA für den ökologisch begründeten Artenschutz ein.
Der Handel mit Produkten, die aus exotischen Tieren und Pflanzen gewonnen wurden, war schon immer ein lukratives Geschäft.
Mit vielen Produkten können auch heute noch riesige Gewinnspannen erzielt werden. Besonders Tierhäute von Reptilien und Felle von gefleckten Katzen sind nach wie vor eine begehrte Handelsware. Aber auch Tiertrophäen und Elfenbeinschnitzereien, sowie der Handel mit lebenden Tieren und Pflanzen unterstreichen den Hang zur Exotik. Häufig geht es nach dem Motto: Je seltener desto begehrter.
Da diese Tiere und Pflanzen schon immer meistens direkt aus der Natur entnommen wurden, stehen viele dieser Arten vor der Ausrottung und müssen endlich streng geschützt werden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken wurde 1973 das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) unterzeichnet. Das WA sollte den internationalen Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten und den aus ihnen gefertigten Produkten kontrollieren und überwachen.
Zweifellos konnte das WA den Handel mit bedrohten Arten abbremsen, aber leider nicht entscheidend einschränken. Noch immer ist der Handel mit bedrohten Arten für viele Ursprungsländer ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Immer wieder werden die eigentlich erforderlichen Exportpapiere gefälscht, oder Behörden stellen Gefälligkeitsbe- scheinigungen aus.
Letztendlich bestimmt aber auch hier immer die Nachfrage das Angebot. Und die Nachfrage nach exotischen Tieren und Pflanzen ist nach wie vor groß. Daher Hände weg von Produkten, die aus vom Aussterben bedrohten Arten gewonnen wurden.
Weitere Informationen zum Thema "Artenschutz":
> Artenschutz (PDF, 64 KB)
> CITES (PDF, 68 KB)
> Nachhaltige Nutzung (PDF, 44 KB)
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Manyara Nationalpark, Tansania
Dornbuschwald, Madagaskar
Mohrenkaiman (Melanosuchus niger)
Jaguar (Panthera onca)
Taschen aus Krokoleder, Muscheln, Korallen, Elfenbein

Blaukehlara

Elfenbeinschnitzereien
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